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Nie wieder Kühlschrank-Orgien?
Die Krux mit dem Glyx

Irgendwann kommt sie bestimmt. Ohne Vorwarnung und so heftig wie ein Blitzangriff: Die Heißhungerattacke. Selbst abwechslungsreiche Diäten können die Lust auf den verbotenen Lieblingssnacks oft nicht verhindern. Eine Ernährung nach dem so genannten glykämischen Index (G-Index) verspricht Abhilfe.

Der G-Index wurde erstmals in den frühen 80er Jahren im Zusammenhang mit der Diabetes-Forschung beschrieben. Er gibt an, wie schnell und wie hoch der Blutzuckerspiegel durch die verschiedenen Kohlenhydrate steigt. In diesem Zusammenhang gilt: Je niedriger der Index, desto besser. Als Referenzwert dient die Glukose mit einem G-Index von 100, weil Glukose am schnellsten vom Körper aufgenommen wird. Damit wird eine starke Insulinausschüttung verursacht. Komplexe Kohlenhydrate dagegen lassen den Blutzucker deutlich langsamer und niedriger ansteigen. Das gleiche gilt für Nahrungsmittel, die auch Fett und Eiweiß enthalten. Der G-Index solcher Lebensmittel beträgt nur rund 40 bis 60. Die Folge: Nach Mahlzeiten mit einem niedrigen G-Index nimmt das Sättigungsgefühl zu und neuerliches Hungergefühl tritt erst später und langsamer auf als bei Speisen mit hohem Index.

Die Glyx-Krux: Mit der banalen Einteilung in "gute" und "böse" Lebensmittel ist ungewolltes Frust-Schlemmen allerdings nicht zu verhindern. Zwar gelten durchaus viele gängige Diät-Dauerbrenner:
Zu Empfehlen sind z.B. Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und fast alle Gemüsearten, viele Früchte und Fruchtzucker; außerdem fettarme Milchprodukte, Geflügel, Fisch und mageres Fleisch. "Schlecht" dagegen ist unter anderem quasi alles aus Weißmehl und Speisen mit einfachem Haushaltszucker.

Allerdings ist auch die Ananas oder Wassermelone pfui, und Schokolade mit einem G-Index von 52 ist "besser" als Mais (G-Index 70). Die Auswahl der richtigen Lebensmittel folgt also nicht zwingend diätüblichen Binsenweisheiten. Dazu kommt, dass der G-Index variieren kann. Die rohe Karotte zum Beispiel hat einen Wert von schlappen 30; Fast auf das Dreifache dagegen kommt die gekochte Variante (G-Index 85).

Fazit: Mit Hobby-Halbwissen ist es nicht getan, wenn man seine Ernährung nach dem glykämischen Index ausrichten will. Lebensmittel mit hohem G-Index sind nicht pauschal zu verteufeln, vor allem wenn sie viele Mikronährstoffe enthalten, wie z.B. die frische Kartoffel. Umgekehrt ist nicht automatisch alles mit niedrigem G-Index diättauglich. Auf jeden Fall aber ist eine Glyx-Diät besser als eine, die nur auf Fettreduktion achtet. Und auch bei Sportlern sorgt ein niedriger G-Index für den nötigen Kick: Eine ausgewogene Ernährung nach dem Glyx-Prinzip verspricht dauerhafte Power für Training und Wettkampf.

Mehr Know-how und leckere Rezepte rund um den glykämischen Index gibt es bei amazon: Autor: Anette Hrubesch (www.anette-schreibt.de)

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